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Stadtverband DIE LINKE. Iserlohn, Christian Kißler

Zum 11. September

Seit dem Jahr 2001 steht der 11.September für viele Menschen nur noch für die Anschläge auf das World Trade Center. Viele Tausend Menschen starben an diesem Tag. In der Folge der Anschläge begannen die USA den Krieg gegen Afghanistan, sodass zahlreiche weitere Tote hinzukamen. All diesen Opfern gedenken wir an diesem Tag.

Doch der 11. September ist auch aus einem anderen Grund ein Datum, das nicht in Vergessenheit geraten darf: Salvador Allende starb am 11. September 1973 in der Folge eines Putsches gegen seine demokratisch gewählte Regierung. Allende war überzeugter Sozialist und war seit 1970 Präsident Chiles. Sein Ziel war es, eine solidarische Gesellschaft aufzubauen, "die jeder Familie, jedem Mann, jeder Frau, jedem Jugendlichen und jedem Kind, Rechte, Sicherheiten und Freiheiten garantiert, die jedem eine Perspektive für die Zukunft und das sicher[e] Gefühl gibt, beim Aufbau des neuen Vaterlandes gebraucht zu werden. Dadurch wird für jeden das Leben schöner, reicher, würdiger und freier.“ (Allende, Quelle).

Doch nach weniger als drei Jahren im Amt beendete der Putsch nicht nur Allendes Amtszeit, sondern auch sein Leben. Es folgte eine Militärdiktatur unter dem ehemaligen General Augusto Pinochet. Chile wurde zum Versuchslabor des Neoliberalismus. Weltweite Proteste gegen den Putsch sowie eine große Solidaritätsbewegung mit der chilenischen Linken folgten als Reaktionen auf die gewaltsame Entmachtung Allendes. Mehr als 4000 chilenische Staatsbürger fanden in der Bundesrepublik Deutschland Asyl und somit Zuflucht.

In Anbetracht des Rechtsrucks in Deutschland, Europa und weltweit ist der 11. September also von besonderer Relevanz. Die Demokratie muss siegen. Nie wieder Krieg oder Faschismus. Wir müssen dafür kämpfen, dass sich Geschichte nicht wiederholt.