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Ressortleiter Jochen Köhnke (links) und Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens (rechts) freuten sich über die Aufnahme der Stadt Iserlohn in das internationale Städtebündnis

Iserlohn ist jetzt Mitglied der "Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus"

Mehr als zwei Jahre ist es her, dass DIE LINKE beantragt hat, die Stadt Iserlohn solle sich dem Bündnis von mehr als 122 europäischen Städten anschließen. Der Antrag wurde seinerzeit einstimmig bei zahlreichen Enthaltungen von AFD (heute: Die Blauen) und CDU beschlossen.

Aus der offiziellen Pressemitteilung der Stadt Iserlohn:

Die Stadt Iserlohn ist ab sofort offizielles  Mitglied der "European Coalition of Cities Against Racism" (ECCAR). Das hat der Lenkungsausschuss des internationalen Bündnisses gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gestern Abend (26. April) in Lüttich einstimmig beschlossen.

Zuvor hatten Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens und Jochen Köhnke, Leiter des Ressorts Kultur, Migration und Teilhabe, Iserlohn unter anderem in einem Videoporträt vorgestellt. In seiner Rede begründete Dr. Ahrens die Bewerbung um Aufnahme in das Bündnis: „Die Auswirkungen von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auf die Betroffenen ist schon verheerend genug –  da werden Sie mir sicherlich zustimmen. Aber diese Auswirkungen belasten auch den Zusammenhalt der gesamten Gesellschaft –  und weil das so ist, darf man sich bei rassistischer Kriminalität, rechtspopulistischen Aussagen und diskriminierenden Praktiken nicht wegducken oder wegschauen; man muss sich solchen Problemen stellen.

Und dies soll in meiner Stadt aktiv geschehen mit allen gesellschaftlichen Gruppen und Gruppierungen –  im Dialog mit der Kirche, der Polizei und allen, die dieses Thema interessiert und die aktiv einen Beitrag leisten wollen. Allein schon deshalb ist der Beitritt ein notwendiges, nicht nur politisches Signal. Es ist ein öffentliches Bekenntnis gegen Rassismus, für die rechtliche Gleichstellung aller Menschen und ein Zeichen der Solidarität in Iserlohn.“

Die „Europäische Städtekoalition gegen Rassismus“ wurde 2004 in Nürnberg auf Initiative der UNESCO mit dem Ziel gegründet, ein internationales Netzwerk von Städten zu schaffen, die sich gemeinsam für eine wirkungsvolle  Bekämpfung von Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit einsetzen.  

Ergänzt wurden diese Bemühungen auf internationaler Ebene durch einen Zusammenschluss regionaler Koalitionen aus Europa, Asien, Afrika, Lateinamerika, Kanada, dem arabischen Raum und den USA 2008 in Nantes, Frankreich. Mittlerweile haben sich mehr als 122 europäische Städte der Koalition angeschlossen; hierzu zählen u.a. Kiel, Potsdam, Siegen, Soest und Dortmund.

In Iserlohn hatte der Rat der Stadt im März die Absichtserklärung des Bürgermeisters, einen förmlichen Antrag auf Aufnahme in das internationale Städtebündnis zu stellen, beschlossen. Die Initiative dazu war von der Fraktion Die Linke ausgegangen, die einen entsprechenden Antrag gestellt hatte.

Auf der Grundlage des ECCAR-10-Punkte-Aktionsplanes  soll nun die Umsetzung des Prozesses sowie die inhaltliche Ausrichtung  unter aktiver Begleitung des Integrationsrates sowie weiterer gesellschaftlicher Akteure (Polizei, Jugendliche Flüchtlingsorganisationen etc.) der Stadt erfolgen.  

Die Stadtverwaltung wird diesen Prozess durch die Bereitstellung von finanziellen Ressourcen (u.a. des jährlichen Mitgliedsbeitrages in Höhe von 500 Euro) und einer qualifizierten Öffentlichkeitsarbeit durch ihre Homepage, Veranstaltungen, Ausstellungen  etc. aktiv begleiten. Der erste Tätigkeitsbericht an ECCAR ist für 2020 vorgesehen.

(Quelle: www.iserlohn.de/aktuelles/pressemitteilungen-der-stadt/einzelansicht/)


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