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iserloH2n - Wasserstoffstrategie für Iserlohn

Die Konservierung vorhandener Energiemengen ist zentraler Bestandteil der sogenannten Energiewende. Die Speicherung von Wasserstoff ist dabei von herausragender Bedeutung, auch vor dem Hintergrund des notwendigen Ausbaus von Wind- und Solarenergie. Die Stadt Iserlohn sollte eine Vorreiter-Rolle beim Wasserstoff einnehmen.

Sehr geehrter Herr Joithe,

künftige Generationen werden gewaltigen Herausforderungen gegenüberstehen. Die Ressourcenlimitierung erfordert ein schlüssiges Nachhaltigkeitskonzept. Die Konservierung vorhandener Energiemengen ist zentraler Bestandteil der sogenannten Energiewende. Die Speicherung von Wasserstoff ist dabei von herausragender Bedeutung, auch vor dem Hintergrund des notwendigen Ausbaus von Wind- und Solarenergie.

Nach langem Ringen hat die Bundesregierung vor einiger Zeit den Aufbau einer Wasserstoff-Industrie als Ziel ausgegeben. Damit soll Deutschland weltweit die Nummer eins bei dieser Technologie werden. Dafür stellt die Bundesregierung zusätzlich neun Milliarden Euro bereit. Iserlohn hat sehr günstige Voraussetzungen um bei dieser Entwicklung ganz vorne mit dabei zu sein, und so als innovative Stadt in der Region einen wichtigen Beitrag zu einer klimafreundlichen Politik zu leisten und außerdem Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen.

Im Kreistag ist unser Vorstoß zum Einstieg in die Wasserstofftechnologie vor rund zwei Jahren noch abgelehnt worden. Mittlerweile haben sich auch im Kommunalwahlkampf immer mehr Parteien und Kandidatinnen und Kandidaten unserer Position angenähert.

Die Stadt Iserlohn sollte eine Vorreiterrolle einzunehmen. Durch die eigenen Stadtwerke, die Müllverbrennungsanlage (51% Märkischer Kreis, 24,5% Lobbe, 24,5% EDG) an der Giesestraße, die Fachhochschule Südwestfalen sowie lokale Unternehmen wie Lobbe und Kirchhoff Automotive, die bereits signalisiert haben, auf die Wasserstoff-/Brennstoffzellentechnologie setzen zu wollen, besteht das Potenzial ein Netzwerk aus Öffentlicher Hand, Bildung und Forschung sowie wirtschaftlichen Akteuren bilden zu können. Technologieunternehmen aus der Region (z.B. Kostal) können einen bedeutenden Beitrag zur Energieumwandlung leisten und gleichzeitig im Bereich Forschung mit der Fachhochschule Südwestfalen kooperieren.

In der Müllverbrennungsanlage kann in der Rauchgasreinigung mittels Hochtemperatur-Elektrolyse Wasserstoff gewonnen werden. Ein direkter Einsatzbereich könnte der Verkehrssektor sein. Busse der MVG oder Müllfahrzeuge von Lobbe könnten schon heute mit Wasserstoff fahren. In Wuppertal und Köln fahren bereits Busse mit Wasserstoff aus den dortigen Müllverbrennungsanlagen. Aber auch andere Anwendungsfelder in der Wirtschaft sind dabei nicht nur denkbar, sondern sollten auch erschlossen werden.

Erst vor wenigen Wochen stellte die NRW-Landesregierung eine Wasserstoff-Roadmap vor, nach der das Land endlich hier auch einen Impuls setzen möchte, auch wenn die Zielsetzungen teilweise wenig ambitioniert erscheinen (z.B. lediglich 500 Wasserstoff-Busse für NRW).

 

Wir beantragen daher die Aufnahme des Tagesordnungspunktes „iserloH²n - Wasserstoffstrategie für Iserlohn“ für die nächste Sitzung des Haupt- und Personalausschusses. Dazu beantragen wir, über folgende Punkte abstimmen zu lassen:

  • Der Haupt- und Personalausschuss spricht sich grundsätzlich für eine Iserlohner Wasserstoffstrategie aus.
  • Der Haupt- und Personalausschuss beauftragt die Verwaltung dazu ein Netzwerk zu initiieren. Darin sollen neben der Stadt Iserlohn und dem Märkischen Kreis auch die Stadtwerke, AMK, die Fachhochschule Südwestfalen, interessierte Partner aus der Wirtschaft sowie weitere Interessenten vertreten sein.

Mit freundlichen Grüßen

                                        
Oliver Ruhnert                                                             
Fraktionsvorsitzender            

Manuel Huff 
Fraktionsgeschäftsführer