Anfrage: 🎨 Legale Graffiti-Flächen: Was ist aus dem Ratsauftrag geworden?
Bereits 2017 hat Die Linke die Schaffung legaler Graffiti-Flächen in Iserlohn angestoßen. Wir wollen jetzt wissen, was seitdem umgesetzt wurde, wo es noch offene Möglichkeiten gibt und wie es weitergehen kann. Ziel bleiben attraktive Freiflächen für Graffiti-Kunst – und damit mehr Raum für Kreativität und weniger unerlaubte Graffiti.
Sehr geehrter Herr Jimenez Albarrán,
hiermit beantragen wir die Aufnahme des o.g. Punktes auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Kulturausschusses. Dazu bitten wir um einen Bericht zu den bisherigen Beratungen, Beschlüssen und Umsetzungsbemühungen, die es seit unserem Antrag aus dem Jahr 2017 und den nachfolgenden Beratungen gegeben hat.
Dazu soll dargelegt werden, welche Maßnahmen seit dem Beschluss ergriffen wurden, welche Ergebnisse erzielt werden konnten und aus welchen Gründen eine Umsetzung gegebenenfalls bislang nicht erfolgt ist. Zudem bitten wir um einen Vorschlag für das weitere Vorgehen einschließlich möglicher Standorte.
BegrĂĽndung:
Der Kulturausschuss hat sich bereits vor einigen Jahren auf Antrag der Fraktion Die Linke mit der Einrichtung legaler Graffiti-Freiflächen in Iserlohn befasst und hierzu entsprechende Beschlüsse gefasst. Ein Ergebnis war die Schaffung einer Freifläche in Letmathe in der Nähe von Pater und Nonne. Dennoch war die Verwaltung stets angehalten konkrete Graffiti-Projekte anzugehen. Beispielhaft sei hier die Graffiti-Aktion in der Westertor-Passage genannt.
Allerdings war die Verwaltung ebenfalls angehalten, weitere Möglichkeiten für echte Freiflächen zu suchen. Mit dem aktuellen Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Freigabe der Stützwand „Am Hellweg“ als legale Graffitifläche wird deutlich, dass das Thema weiterhin aktuell ist und parteiübergreifend als sinnvoll angesehen wird. Vor einer isolierten Betrachtung einzelner Standorte sollte jedoch zunächst der Umsetzungsstand des bereits bestehenden politischen Auftrags dargestellt werden.
Der Kulturausschuss sollte deshalb über die bisherigen Aktivitäten der Verwaltung informiert werden und auf dieser Grundlage über das weitere Vorgehen beraten. Ziel bleibt weiterhin die Schaffung attraktiver legaler Flächen für Graffiti-Kunst, um kreative Ausdrucksmöglichkeiten zu fördern und zugleich unerlaubte Graffiti im öffentlichen Raum zu reduzieren – so wie es unsere Fraktion im damaligen Antrag vom 30.05.2017 beschrieben hat.
Mit freundlichen GrĂĽĂźen,
Svenja Finke
Fraktionsvorsitzende
Manuel Huff
Fraktionsgeschäftsführer
