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Anfrage: Arbeitsbedingungen in der Iserlohner Stadtverwaltung

Während viele Beschäftigte der Stadtverwaltung bei hohen Temperaturen in aufgeheizten Büros arbeiten, wurden zugleich Hinweise zur angemessenen Kleidung für heiße Tage verschickt. Wir wollen wissen, ob überall ausreichender Hitzeschutz gewährleistet ist, welche Raumtemperaturen tatsächlich erreicht werden und welche Maßnahmen die Stadt für Beschäftigte in Innen- und Außendienst ergreift.

Sehr geehrter Herr Joithe,

die technische Regel für Arbeitsstätten ASR A3.5 regelt die gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur in Innenräumen. Bei Raumtemperaturen über 26 Grad Celsius sollten Arbeitgeber aktiv werden, bei Temperaturen über 30 Grad Celsius ist der Arbeitgeber sogar gesetzlich verpflichtet Maßnahmen zu ergreifen, z.B. durch die Bereitstellung von Getränken, Anpassung der Kleiderordnung, Nutzung von Gleitzeiten oder Verlegung von Arbeitszeiten.

Die verschiedenen Dienstgebäude der Stadt sind aufgrund ihrer Beschaffenheit und Ausstattung bei den aktuellen Temperaturen im Sinne der o.g. Regelungen kritisch zu betrachten, auch vor dem Hintergrund der E-Mail Ihres Referenten an die gesamte Belegschaft vom 24.06.2026 in der explizit darauf hingewiesen wird, dass auch an heißen Tagen auf „angemessene und dezente Kleidung“ zu achten sei. Ebenso solle auf „allzu kurze Hosen“ verzichtet werden. So sehr wir auch grundsätzlich die Auffassung teilen, dass ein professionelles Erscheinungsbild in einer Stadtverwaltung angezeigt ist, so sehr verwundert uns allerdings diese Herangehensweise bei den aktuellen Rahmenbedingungen.

Während im Bürgermeister-Büro eine Klimaanlage eingebaut worden ist, sitzen viele Kolleginnen und Kollegen dieser Tage in viel zu warmen Büros. Nach unserem Kenntnisstand ist selbst die von uns regelmäßig angemahnte Versorgung mit Getränken immer noch nicht für alle Bediensteten der Stadt Iserlohn gleichermaßen gewährleistet. Auch entziehen sich andere Maßnahmen für angemessene Raumtemperaturen in den Büros unserer Kenntnis.

Daher beantragen wir aus aktuellem Anlass die Aufnahme des o.g. Punktes auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Haupt- und Personalausschusses.

Dazu bitten wir um Beantwortung der folgenden Fragen:

·Ist mittlerweile ein gleichwertiger Zugang zu Getränken für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung gewährleistet?

o Wenn nein:

- Warum nicht?

- Welche Organisationseinheiten sind derzeit nicht versorgt?

- Wann wird dies endlich sichergestellt?

·Wie werden die Raumtemperaturen in den verschiedenen Dienststellen überwacht?

·Gibt es Räumlichkeiten, in denen an heißen Tagen die 26 bzw. 30 Grad Celsius überschritten werden?

·Welche Maßnahmen werden ergriffen, um den rechtlichen Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen?

·Welche Maßnahmen werden bei den hohen Temperaturen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Außendienst ergriffen?

Mit freundlichen Grüßen,

Svenja Finke                                           
Fraktionsvorsitzende

Manuel Huff
Fraktionsgeschäftsführer

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