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Antrag: Kinderrechte sichtbar machen – Kinderrechtepfad für Iserlohn

Wir wollen einen Kinderrechtepfad für Iserlohn. An mehreren Stationen können Kinder spielerisch erfahren, welche Rechte sie haben – dauerhaft und frei zugänglich im öffentlichen Raum. Der Kinder- und Jugendrat soll das Projekt aktiv mitgestalten und sogar eine eigene Station entwickeln. Das Beste: Die Schilder werden vom Deutschen Kinderhilfswerk kostenlos zur Verfügung gestellt – für die Stadt fallen lediglich die Kosten für die Aufstellung an.

Sehr geehrter Herr Woelk,

unter dem Motto des diesjährigen Weltkindertages “Starke Kinder, starke Zukunft!” rief UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk vor wenigen Tagen dazu auf, sich konsequenter für die Rechte der jungen Menschen, ihren Schutz und die Stärkung ihrer mentalen Gesundheit einzusetzen. In Iserlohn wird dazu am morgigen Tag durch das städtische Kinder- und Jugendbüro in Kooperation mit der Kinderlobby ein buntes Programm aufgelegt.

Aus diesem Anlass beantragen wir die Aufnahme des o.g. Punktes auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Dazu beantragen wir, über folgenden Beschlussvorschlag abstimmen zu lassen:

Beschlussvorschlag:

  1. Die Stadt Iserlohn bewirbt sich beim Deutschen Kinderhilfswerk im nächsten Interessenbekundungsverfahren um die Einrichtung eines Kinderrechtepfades.
  2. Die Verwaltung prüft gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendrat einen geeigneten Standort. In die Prüfung sollen insbesondere Seilersee, Barendorf und Volksgarten Letmathe einbezogen werden.
  3. Der Kinder- und Jugendrat wird von Beginn an der Planung und Umsetzung beteiligt. Zusätzlich zu den zehn vorgesehenen Stationen soll er die Möglichkeit erhalten, ein elftes, eigenes Schild zu gestalten. Thema und konkrete Ausgestaltung sollen von den Kindern und Jugendlichen selbst entwickelt werden.
  4. Sollte Iserlohn im Interessenbekundungsverfahren nicht berücksichtigt werden, bewirbt sich die Stadt in den Folgejahren erneut, solange das Deutsche Kinderhilfswerk das Programm anbietet.

Begründung:

Kinderrechte müssen bekannt sein, damit Kinder sie wahrnehmen und Erwachsene sie achten können. Der Kinderrechtepfad des Deutschen Kinderhilfswerks bietet dafür einen niedrigschwelligen und zugleich spielerischen Ansatz. Zehn Stationen vermitteln wichtige Kinderrechte und verbinden diese mit kleinen Aufgaben und Möglichkeiten zur Selbsterfahrung. Der Pfad kann dauerhaft und frei zugänglich in Parks, an Spielplätzen oder anderen öffentlichen Orten eingerichtet werden.

Das Deutsche Kinderhilfswerk vergibt jährlich eine begrenzte Zahl dieser Kinderrechtepfade kostenlos an interessierte Kommunen. Für die Stadt fallen damit lediglich die Kosten für die Aufstellung der Schilder an. Mit geringem Aufwand kann so ein dauerhaftes Angebot zur Vermittlung von Kinderrechten im öffentlichen Raum geschaffen werden. Besonderen Wert legt das Deutsche Kinderhilfswerk dabei auf die nachhaltige Nutzung und die Beteiligung von Kindern bei Planung und Umsetzung.

Ein Kinderrechtepfad wäre daher eine gute Möglichkeit, Kinderrechte auch in Iserlohn stärker in den öffentlichen Raum zu bringen und für Kinder, Familien, Kitas und Schulen unmittelbar erlebbar zu machen.

Dabei sollen Kinder und Jugendliche nicht nur Zielgruppe, sondern selbst Akteure des Projektes sein. Der Kinder- und Jugendrat soll deshalb eng eingebunden werden und mit einem selbst entwickelten elften Schild einen eigenen Iserlohner Beitrag zum Kinderrechtepfad gestalten können.

Mit einem Kinderrechtepfad kann Iserlohn dauerhaft ein sichtbares Zeichen dafür setzen, dass Kinderrechte in unserer Stadt nicht nur auf dem Papier stehen, sondern vermittelt, erlebt und gemeinsam gestaltet werden sollen.

Mit freundlichen Grüßen,


Svenja Finke 
Fraktionsvorsitzende

Andreas Seckelmann
Ratsmitglied

Manuel Huff
Fraktionsgeschäftsführer

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