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Anfrage: Hitzeschutz im Seniorenzentrum Waldstadt Iserlohn

Zunehmende Hitzeperioden sind gerade für ältere und gesundheitlich besonders gefährdete Menschen eine große Belastung – aber auch für die Beschäftigten in Pflege und Betreuung. Wir wollen wissen, welche Maßnahmen im SWI bereits bestehen und was darüber hinaus für wirksamen Hitzeschutz getan wird. Dazu gehören für uns auch baulicher Sonnenschutz, geeignete Kühlmöglichkeiten und ein klarer Hitzeschutzplan für besonders heiße Tage.

Sehr geehrter Herr Grobauer,

Die zunehmenden sommerlichen Hitzeperioden stellen insbesondere für ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen eine erhebliche Belastung dar. Gleichzeitig können hohe Raumtemperaturen auch für die Beschäftigten in Pflege und Betreuung zu einer zusätzlichen Belastung werden.

Vor diesem Hintergrund bitten wir die Verwaltung um Beantwortung folgender Fragen:

  1. Welche Maßnahmen zum Hitzeschutz bestehen derzeit im SWI und welche zusätzlichen Maßnahmen sind für die kommenden Jahre geplant?
    Über das Zurverfügungstellen von ausreichend Getränken und die entsprechende Information bzw. Aufforderung zum regelmäßigen Trinken hinaus bitten wir insbesondere um Darstellung baulicher, organisatorischer und technischer Maßnahmen.
  2. Wie wird mit der besonderen gesundheitlichen Gefährdung von Bewohnerinnen und Bewohnern umgegangen, die regelmäßig Medikamente einnehmen?
    Ist vorgesehen, hierzu – insbesondere im Hinblick auf entwässernde Medikamente – mit den behandelnden Haus- bzw. Fachärzten verbindliche Absprachen oder Empfehlungen für besonders heiße Tage zu entwickeln? Wie wird dabei sichergestellt, dass notwendige Medikamente nicht eigenständig und ohne ärztliche Rücksprache reduziert oder abgesetzt werden?
  3. Welche Räume im SWI sind aus Sicht der Verwaltung besonders hitzegefährdet?
    Wurde bereits geprüft, welche Räume beispielsweise aufgrund ihrer Ausrichtung oder Nutzung besonders hohe Temperaturen erreichen?
  4. In welchen Räumen wäre der Einsatz mobiler oder leicht nachrüstbarer Klimageräte bzw. anderer technischer Kühlsysteme sinnvoll und möglich?
    Wir bitten dabei insbesondere um Prüfung von:
    • Aufenthalts- und Gemeinschaftsräumen,
    • zur Süd- bzw. Südwestseite gelegenen Zimmern,
    • besonders stark aufgeheizten Bewohnerzimmern sowie
    • Arbeits- und Aufenthaltsbereichen der Beschäftigten.
  5. Welche Möglichkeiten zur Verschattung bestehen bzw. wurden bereits geprüft?
    Hierbei bitten wir insbesondere um Prüfung von Außenjalousien, Rollläden, Sonnenschutzfolien, Markisen oder vergleichbaren Maßnahmen.
  6. Gibt es für das SWI bereits einen konkreten Hitzeschutzplan bzw. ein abgestuftes Maßnahmenkonzept für besonders heiße Tage?
    Falls nein: Ist die Entwicklung eines solchen Konzeptes vorgesehen?

Unser Ziel ist es, Hitzeschutz nicht erst dann zu organisieren, wenn hohe Temperaturen bereits zu einer akuten Belastung werden. Gerade in einer Einrichtung mit älteren und teilweise besonders gefährdeten Menschen sollten vorbeugende Maßnahmen, baulicher Hitzeschutz und klare Abläufe für Hitzeperioden frühzeitig und dauerhaft etabliert werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Svenja Finke
Fraktionsvorsitzende

Manuel Huff
Fraktionsgeschäftsführer

Reiner Klick
Sachkundiger Bürger

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