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Schulen: Das Handeln verstärkt auf die kommunale Ebene bringen

Christoph Hardt/Geisler-Fotopres / Verwendung weltweit

DIE LINKE ist der Auffassung, dass keine Zeit vergeudet werden sollte, indem erst entsprechende Beschlüsse im Schulausschuss zur Datenerhebung abgewartet werden würden. Die Verwaltung könnte jetzt schon Informationen über die Situation des Fernunterrichtes und den gewünschten digitalen Unterricht für die Zukunft bei den Schulen so genau wie möglich erfragen. Dann lägen zum Schulausschuss schon gesicherte Informationen oder zumindest Einschätzungen vor, die gut begründete und zukunftsfähige Entscheidungen in besonderen Zeiten und für die digitale Bildungszukunft in Iserlohn ermöglichen.

Sehr geehrter Herr Leye,

seit Mitte März war die Schulpraxis in Iserlohn coronabedingt abhängig von den Entscheidungen auf Bundesebene und den oft sehr kurzfristig und zum Teil wieder zurück genommenen Schulmails von Landesschulministerin Gebauer und Staatssekretär Richter bestimmt. Mit geringem Vorlauf mussten Prüfungen, Fernunterricht und Unterricht in Kleingruppen nach Abstands- und Hygieneregeln organisiert werden.

Politischer Einfluss konnte nur im Rahmen der Fraktionsvorsitzentenbesprechungen eingebracht werden. Die Verwaltung bat angesichts des massiven Aufwandes angesichts der aktuellen Krise von umfänglichen Anfragen oder Anträgen aus dem politischen Raum abzusehen.

Dennoch hat die Fraktion DIE LINKE in ihren Video-/Telefonkonferenzen sich mit diesem Thema auseinandergesetzt, und durch den Fraktionsvorsitzenden das Problem der Schwierigkeiten der Erreichbarkeit von Schülerinnen und Schülern sowie der technischen Limitierung von Fernunterricht auf die Agenda gesetzt. Dies wurde als Aufgabe durch die Verwaltung prinzipiell aufgenommen.

Da nun eine politische Beratung im Schulausschuss am 16.06.2020 wieder möglich ist, beantragt die Fraktion DIE LINKE die Aufnahme von 5 Tagesordnungspunkten in dem Zusammenhang von Corona und Schulen, für die die Stadt Iserlohn verantwortlich ist.

  • TOP 1: Umsetzung des coronabedingten Hygienekonzeptes in Iserlohner Schulen
    • Hierzu erbitten wir einen Erfahrungsbericht und ein Konzept für den verstärkten Schulbesuch.
  • TOP 2: Sicherung der Erreichbarkeit aller Schülerinnen und Schüler und Sicherung bei besonderem Förderbedarf
    • Die Verwaltung wird gebeten bei den Schulen anzufragen, wie viele Schülerinnen und Schüler gar nicht (Kontakt nur per Brief mit fehlenden Antworten) oder nur per Telefon erreicht werden können und gar keine Rückmeldungen im Fernunterricht geben. Dies zu wissen ist bedeutsam, um zu erreichen, dass Schülerinnen und Schüler nicht völlig abgehängt und nach Bedarf sozialpädagogisch unterstützt werden können.
  • TOP 3: Situation der Möglichkeit zur Nutzung digitaler Endgeräte durch Schülerinnen und Schüler im Fernunterricht und späteren digital unterstützten Unterricht
    • Die Verwaltung wird gebeten, bei den Schulen anzufragen, wie viele Schülerinnen und Schüler auf digitalem Weg gar nicht oder nur per Mobiltelefon erreicht werden können. Weiterhin wird die Verwaltung gebeten von den Schulen zu erfragen, wie viele Schülerinnen und Schüler schon über digitale Endgeräte (Tablet, Laptop, PC) aus schulischem oder privatem Bestand verfügen.
      Dies ist bedeutsam, um die Möglichkeit von digitalem Fernunterricht vor Ort zahlenmäßig und schulscharf und nicht auf der Grundlage von allgemeinen Umfragen oder Untersuchungen zu kennen. Das Vorhaben der Bundesregierung 150 € für nicht versorgte Schülerinnen und Schüler zu gewähren, ist ein Schritt in die richtige Richtung, reicht aber nicht aus und muss vor Ort in das Iserlohner Konzept zur Digitalisierung eingebunden werden. Die Beschaffung von Endgeräten, die nicht zu dem örtlich abgesprochenen Digitalisierungskonzept passen, wäre unnötig doppelt verausgabt. Bei Sammelbestellungen könnten Geräte zentral preiswerter beschafft werden.
      Die Verwaltung wird gebeten, bei den Schulen anzufragen, wie viele SchülerInnen nicht über unbegrenzten Internetzugang verfügen oder sogar Datenvolumen kaufen müssen.
      Elektronischer Fernunterricht ist auf der Grundlage von begrenztem Datenvolumen nicht angemessen durchzuführen. Nur mit einem finanziellen Unterstützungskonzept kann Bildungsgerechtigkeit sichergestellt werden.
  • TOP 4: Versorgung von Schülerinnen und Schülern mit Arbeitsmaterialien
    • Es ist zu hoffen, dass die Bücher und Arbeitshefte aus der Lehrmittelfreiheit bei den Schülerinnen und Schülern sind. Zusätzliche Aufgaben werden üblicherweise im Präsenzunterricht in Form von Kopien verteilt. Die Verbreitung ist bei Fernunterricht nur für Schülerinnen und Schülern möglich, die über die Blätter auch verfügen. Dabei ist das Ausdrucken von elektronisch zugestellten Dokumenten durch die Eltern nur eine Notlösung in besonderen Zeiten.
      Die Verwaltung wird gebeten von den Schulen zu erfragen, wie Aufgabenblätter zu den Schülerinnen und Schülern gelangen und wie viele Schülerinnen und Schülern nicht über Zugang zu Druckern verfügen.
      Bei Bedarf muss die Zusendung von Arbeitsblättern unterstützt werden.
  • TOP 5: Finanzierung von Lizenzen für Software für den digital unterstützten Unterricht.
    • Die Verwaltung wird gebeten, bei den Schulen nachzufragen, welche (zusätzlichen) Lizenzen zum Beispiel für Lehrplattformen, Lernsoftware oder Videokonferenzen derzeit oder künftig eingesetzt werden.
      Auch bei dieser Beschaffung gilt, dass Sammelbestellungen zu günstigeren Preisen führen. Eine Bündelung von Bedarfen ist wirtschaftlich sinnvoll. Hier wäre auch zu prüfen, ob manche Lizenzen auch für zu modernisierende andere Verwaltungsbereiche gemeinsam zu bestellen wären.

DIE LINKE ist der Auffassung, dass keine Zeit vergeudet werden sollte, indem erst entsprechende Beschlüsse im Schulausschuss zur Datenerhebung abgewartet werden würden. Die Verwaltung könnte jetzt schon Informationen über die Situation des Fernunterrichtes und den gewünschten digitalen Unterricht für die Zukunft bei den Schulen so genau wie möglich erfragen. Dann lägen zum Schulausschuss schon gesicherte Informationen oder zumindest Einschätzungen vor, die gut begründete und zukunftsfähige Entscheidungen in besonderen Zeiten und für die digitale Bildungszukunft in Iserlohn ermöglichen.

 

Mit freundlichen Grüßen                                                    

Oliver Ruhnert                                                  
Fraktionsvorsitzender           

Manuel Huff
Fraktionsgeschäftsführer                  

Detlev Paul
Bürgervertreter


Christoph Hardt/Geisler-Fotopres / Verwendung weltweit

Schulen: Das Handeln verstärkt auf die kommunale Ebene bringen

DIE LINKE ist der Auffassung, dass keine Zeit vergeudet werden sollte, indem erst entsprechende Beschlüsse im Schulausschuss zur Datenerhebung abgewartet werden würden. Die Verwaltung könnte jetzt schon Informationen über die Situation des Fernunterrichtes und den gewünschten digitalen Unterricht für die Zukunft bei den Schulen so genau wie möglich erfragen. Dann lägen zum Schulausschuss schon gesicherte Informationen oder zumindest Einschätzungen vor, die gut begründete und zukunftsfähige Entscheidungen in besonderen Zeiten und für die digitale Bildungszukunft in Iserlohn ermöglichen.

Sehr geehrter Herr Leye,

seit Mitte März war die Schulpraxis in Iserlohn coronabedingt abhängig von den Entscheidungen auf Bundesebene und den oft sehr kurzfristig und zum Teil wieder zurück genommenen Schulmails von Landesschulministerin Gebauer und Staatssekretär Richter bestimmt. Mit geringem Vorlauf mussten Prüfungen, Fernunterricht und Unterricht in Kleingruppen nach Abstands- und Hygieneregeln organisiert werden.

Politischer Einfluss konnte nur im Rahmen der Fraktionsvorsitzentenbesprechungen eingebracht werden. Die Verwaltung bat angesichts des massiven Aufwandes angesichts der aktuellen Krise von umfänglichen Anfragen oder Anträgen aus dem politischen Raum abzusehen.

Dennoch hat die Fraktion DIE LINKE in ihren Video-/Telefonkonferenzen sich mit diesem Thema auseinandergesetzt, und durch den Fraktionsvorsitzenden das Problem der Schwierigkeiten der Erreichbarkeit von Schülerinnen und Schülern sowie der technischen Limitierung von Fernunterricht auf die Agenda gesetzt. Dies wurde als Aufgabe durch die Verwaltung prinzipiell aufgenommen.

Da nun eine politische Beratung im Schulausschuss am 16.06.2020 wieder möglich ist, beantragt die Fraktion DIE LINKE die Aufnahme von 5 Tagesordnungspunkten in dem Zusammenhang von Corona und Schulen, für die die Stadt Iserlohn verantwortlich ist.

  • TOP 1: Umsetzung des coronabedingten Hygienekonzeptes in Iserlohner Schulen
    • Hierzu erbitten wir einen Erfahrungsbericht und ein Konzept für den verstärkten Schulbesuch.
  • TOP 2: Sicherung der Erreichbarkeit aller Schülerinnen und Schüler und Sicherung bei besonderem Förderbedarf
    • Die Verwaltung wird gebeten bei den Schulen anzufragen, wie viele Schülerinnen und Schüler gar nicht (Kontakt nur per Brief mit fehlenden Antworten) oder nur per Telefon erreicht werden können und gar keine Rückmeldungen im Fernunterricht geben. Dies zu wissen ist bedeutsam, um zu erreichen, dass Schülerinnen und Schüler nicht völlig abgehängt und nach Bedarf sozialpädagogisch unterstützt werden können.
  • TOP 3: Situation der Möglichkeit zur Nutzung digitaler Endgeräte durch Schülerinnen und Schüler im Fernunterricht und späteren digital unterstützten Unterricht
    • Die Verwaltung wird gebeten, bei den Schulen anzufragen, wie viele Schülerinnen und Schüler auf digitalem Weg gar nicht oder nur per Mobiltelefon erreicht werden können. Weiterhin wird die Verwaltung gebeten von den Schulen zu erfragen, wie viele Schülerinnen und Schüler schon über digitale Endgeräte (Tablet, Laptop, PC) aus schulischem oder privatem Bestand verfügen.
      Dies ist bedeutsam, um die Möglichkeit von digitalem Fernunterricht vor Ort zahlenmäßig und schulscharf und nicht auf der Grundlage von allgemeinen Umfragen oder Untersuchungen zu kennen. Das Vorhaben der Bundesregierung 150 € für nicht versorgte Schülerinnen und Schüler zu gewähren, ist ein Schritt in die richtige Richtung, reicht aber nicht aus und muss vor Ort in das Iserlohner Konzept zur Digitalisierung eingebunden werden. Die Beschaffung von Endgeräten, die nicht zu dem örtlich abgesprochenen Digitalisierungskonzept passen, wäre unnötig doppelt verausgabt. Bei Sammelbestellungen könnten Geräte zentral preiswerter beschafft werden.
      Die Verwaltung wird gebeten, bei den Schulen anzufragen, wie viele SchülerInnen nicht über unbegrenzten Internetzugang verfügen oder sogar Datenvolumen kaufen müssen.
      Elektronischer Fernunterricht ist auf der Grundlage von begrenztem Datenvolumen nicht angemessen durchzuführen. Nur mit einem finanziellen Unterstützungskonzept kann Bildungsgerechtigkeit sichergestellt werden.
  • TOP 4: Versorgung von Schülerinnen und Schülern mit Arbeitsmaterialien
    • Es ist zu hoffen, dass die Bücher und Arbeitshefte aus der Lehrmittelfreiheit bei den Schülerinnen und Schülern sind. Zusätzliche Aufgaben werden üblicherweise im Präsenzunterricht in Form von Kopien verteilt. Die Verbreitung ist bei Fernunterricht nur für Schülerinnen und Schülern möglich, die über die Blätter auch verfügen. Dabei ist das Ausdrucken von elektronisch zugestellten Dokumenten durch die Eltern nur eine Notlösung in besonderen Zeiten.
      Die Verwaltung wird gebeten von den Schulen zu erfragen, wie Aufgabenblätter zu den Schülerinnen und Schülern gelangen und wie viele Schülerinnen und Schülern nicht über Zugang zu Druckern verfügen.
      Bei Bedarf muss die Zusendung von Arbeitsblättern unterstützt werden.
  • TOP 5: Finanzierung von Lizenzen für Software für den digital unterstützten Unterricht.
    • Die Verwaltung wird gebeten, bei den Schulen nachzufragen, welche (zusätzlichen) Lizenzen zum Beispiel für Lehrplattformen, Lernsoftware oder Videokonferenzen derzeit oder künftig eingesetzt werden.
      Auch bei dieser Beschaffung gilt, dass Sammelbestellungen zu günstigeren Preisen führen. Eine Bündelung von Bedarfen ist wirtschaftlich sinnvoll. Hier wäre auch zu prüfen, ob manche Lizenzen auch für zu modernisierende andere Verwaltungsbereiche gemeinsam zu bestellen wären.

DIE LINKE ist der Auffassung, dass keine Zeit vergeudet werden sollte, indem erst entsprechende Beschlüsse im Schulausschuss zur Datenerhebung abgewartet werden würden. Die Verwaltung könnte jetzt schon Informationen über die Situation des Fernunterrichtes und den gewünschten digitalen Unterricht für die Zukunft bei den Schulen so genau wie möglich erfragen. Dann lägen zum Schulausschuss schon gesicherte Informationen oder zumindest Einschätzungen vor, die gut begründete und zukunftsfähige Entscheidungen in besonderen Zeiten und für die digitale Bildungszukunft in Iserlohn ermöglichen.

 

Mit freundlichen Grüßen                                                    

Oliver Ruhnert                                                  
Fraktionsvorsitzender           

Manuel Huff
Fraktionsgeschäftsführer                  

Detlev Paul
Bürgervertreter

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