Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Gesamtschule Nußberg ausbauen, statt verkleinern

Kürzlich hat der Haupt- und Personalausschuss ohne angemessene Datengrundlage beschlossen, die Zügigkeiten an Gesamtschule Nußberg zu reduzieren. DIE LINKE fordert die Aufhebung des Beschlusses, für jedes Kind die gewünschte Schulform und höchste Priorität für den Gesamtschulausbau am Nußberg.

Sehr geehrte Frau Imhoff, sehr geehrter Herr Joithe,

in der letzten Sitzung hat der Haupt- und Personalausschusses den folgenden Beschluss gefasst:

Gem. § 81 SchulG NRW wird die „Änderung“ der Gesamtschule Iserlohn in der Weise beschlossen, dass die dauerhafte Reduzierung der Zügigkeit in der Sekundarstufe I auf 5 Züge ab Beginn des Schuljahres 2021/2022 vorgenommen wird. Die Verwaltung wird gebeten, gem. § 81 Abs. 3 SchulG NRW die Genehmigung des Beschlusses bei der Bezirksregierung einzuholen.

Beim vorgezogenen Anmeldeverfahren haben jedoch kürzlich insgesamt 312 Schülerinnen und Schüler die Schulform Gesamtschule gewählt. Das entspricht deutlich mehr als den nun beschlossenen neun Zügen, zumal an der Gesamtschule Seilersee unter Berücksichtigung von Inklusionsschülern lediglich 108 Schülerinnen und Schüler in einem Jahrgang beschult werden sollen. Unsere Fraktion hat sich bereits im Haupt- und Personalausschuss gegen den gefassten Beschluss gewandt und mangels vorliegender Zahlen eine Vertagung beantragt. Die nun vorliegenden Zahlen zeigen, dass es weiterhin eine ungebrochen hohe Nachfrage nach Gesamtschulplätzen.

Trotz aller Differenzen in der Vergangenheit in der Frage zusätzlicher Gesamtschulplätze gab es stets einen grundsätzlichen Konsens im politischen Bereich, jedem Kind die gewünschte Schulform anbieten zu können. Von diesem Ziel sollte die Iserlohner Schulpolitik nicht abrücken und daher die im Haupt- und Personalausschuss getroffene Entscheidung überdenken.

Die zuständige Stelle bei der Bezirksregierung hat uns im Gespräch mitgeteilt, dass bislang kein Antrag auf Reduzierung der Zügigkeiten eingegangen ist. Damit kann die Antragstellung noch gestoppt werden. Auch hat die Stelle für Schulentwicklungsplanung in Arnsberg auf Nachfrage erklärt, dass es ihrerseits keinerlei Bestrebung gab, die Zügigkeiten zu reduzieren. In der Kommunikation seitens der Verwaltung wurde jedoch ein anderer Eindruck erweckt.

Um auch die Gesamtschule Iserlohn (Nußberg/Gerlingsen) zu stärken ist es notwendig, die schon sehr lang geplante und immer wieder verschobene Ausbauplanung voranzutreiben sowie den Standort Gerlingsen fit für die Zukunft zu machen.

Wir beantragen daher zum Tagesordnungspunkt 7 „Gesamtschule Iserlohn Dauerhafte Reduzierung der Zügigkeit auf 5 Züge in der Sekundarstufe I“ um Abstimmung des folgenden Beschlussvorschlags:
 

  • Der Schulausschuss beschließt, den Bürgermeister aufzufordern, den Beschluss des Haupt- und Personalausschusses vom 26.01.2021 per Dringlichkeitsentscheidung zurückzunehmen.
  • Der Schulausschuss beschließt, dass das Ziel der Iserlohner Schulentwicklungsplanung weiterhin ist, dass jedem Kind die gewünschte Schulform angeboten wird.
  • Die Verwaltung wird beauftragt sowohl die Sanierung des Gesamtschulstandorts Gerlingsen als auch die Planung der Erweiterung des Gesamtschulstandorts Nußberg mit höchster Priorität zu versehen.

 

Mit freundlichen Grüßen

                                        
Oliver Ruhnert                                                
Fraktionsvorsitzender            

Manuel Huff
Fraktionsgeschäftsführer