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Errichtung von Fahrradboxen

Spätestens seit Beginn der Corona-Krise finden teure, elektrisch unterstützte Fahrräder zunehmend Verbreitung. Menschen in Mietswohnungen haben jedoch oft keine adäquate Abstellmöglichkeit. Gemeinsam mit der CDU möchten wir von der Fraktion DIE LINKE Fahrradboxen im Stadtgebiet etablieren.

Sehr geehrter Herr Tillmann,

wir bitten um Aufnahme des Punktes „Errichtung von Fahrradboxen“ auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses. Dazu bitten wir über folgenden Antrag abstimmen zu lassen

  • Der Verkehrsausschuss beauftragt die Verwaltung:
    • Gemeinsam mit der IGW Standorte für die Errichtung von Fahrradboxen zu finden.
    • Die Errichtung im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland“ oder anderer entsprechender Förderprogramme zu prüfen.
    • Kontakt zu privaten Wohnungsbaugesellschaften aufzunehmen, um für die Errichtung von Fahrradboxen zu werben und ggf. gemeinsame Bestellungen zu ermöglichen oder Hilfestellung bei Förderanträgen und anderen mit der Umsetzung verbundenen Anliegen zu geben.
    • Kontakt zur „Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW“ aufzunehmen, um einerseits Unterstützung bei der Umsetzung zu bekommen, und andererseits einen Fachvortrag zum Thema „Parken und Abstellen“ (beinhaltet u.A. die Aspekte Stellplatzsatzungen bei Bauvorhaben, Fahrradstationen, etc.) für eine der nächsten Sitzungen des Verkehrsausschusses vorzusehen.

Begründung:

Spätestens seit der Corona-Krise gab es einen großen Ansturm auf die Fahrradgeschäfte: Das Pedelec, also ein elektrisch unterstütztes Fahrrad, hat eine zunehmende Verbreitung. Das macht auch in Iserlohn das Radfahren trotz der Topographie zunehmend interessanter. Neben einer Verbesserung der Radwege sind jedoch auch sichere Abstellmöglichkeiten notwendig. Während im Stadtzentrum ein Fahrradparkhaus eingerichtet wird, ist insbesondere für viele Mieterinnen und Mieter das Abstellen des Rades nicht immer unproblematisch. Aufgrund der hohen Kosten ist ein Abstellen im Hausflur oder vor der Tür keine Option. Viele Menschen haben daher als einzige sichere Option zum Abstellen lediglich die abschließbaren Kellerräume. Pedelecs wiegen jedoch noch einmal bis zu 10kg mehr als herkömmliche Fahrräder. Gerade für ältere Menschen ist das ständige rauf und runter tragen kaum machbar.

Fahrradboxen vor der Haustür, die man für einen kleinen Geldbetrag mieten kann, finden in anderen Städten eine große Nachfrage. Zur Förderung des Radverkehrs sollte daher die Stadt Iserlohn gemeinsam mit der sich nahezu komplett im städtischen Besitz befindlichen IGW eine Vorreiterrolle einnehmen, und den Mieterinnen und Mietern entsprechende Angebote machen. Aber auch die Kooperation mit privaten Wohnungsbaugesellschaften kann für eine weitere Verbreitung sorgen.

Zur Begleitung schlagen wir die Kontaktaufnahme zur „Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW“ vor, bei der die Stadt Iserlohn seit vielen Jahren Mitglied ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Manuel Huff
Ratsmitglied DIE LINKE

Mathias Schumann
Ratsmitglied CDU