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Manuel Huff

Christophery-Erhalt wichtig für die Stadt Iserlohn - IGW soll Immobilie im Zusammenspiel mit Kissing & Möllmann entwickeln

Johannes Peeren (2.v.l.) und Manuel Huff (1.v.r.) im Christophery-Gebäude 2015. Foto: IKZ

DIE LINKE favorisiert einen Erhalt des Christophery-Gebäudes und eine Entwicklung durch die IGW. Die Immobilie sei Teil der Stadtgeschichte und Industriekultur. Aktuelle Beispiele wie die Bauhaussiedlung Schlieper und die ehemalige Fabrik Kissing & Möllmann zeigen positive Entwicklungen jenseits der Abrissbirne.

Seit vielen Jahren wird über die Zukunft der ehemaligen Fabrik Christophery an der Oberen Mühle diskutiert. Nachdem viele Jahre der Abriss auf der Tagesordnung stand kam 2015 neue Bewegung rein. Auf Initiative der Fraktion DIE LINKE konnte ein gemeinsamer Antrag mit SPD, UWG-Piraten und Grünen auf den Weg gebracht werden. Das Ziel: Abdichtung des Daches und nochmal neu über den Erhalt nachdenken. So wurde es dann auch einstimmig beschlossen und in der Folge ein Nutzungskonzept durch die IGW erarbeitet. Das sieht sowohl Wohnen und Arbeiten als auch öffentliche Nutzungen vor.

Vorausgegangen war eine Begehung des Objektes. „Ich habe 2015 die Begehung nach zahlreichen Gesprächen mit dem damaligen Baudezernenten Mike Janke möglich gemacht“, erinnert sich Manuel Huff, Ratsmitglied und Mitglied im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung für DIE LINKE. Der Verein iserlohn-DenkMal um den zwischenzeitlich leider verstorbenen Peter Treudt hatte damals mit Oskar Spital-Frenking einen Architekten hinzugebeten, der einen Lehrstuhl für Baudenkmalpflege an der Universität Trier inne hatte und eine ausgewiesene Expertise für die Revitalisierung und Umnutzung von alten Industriebauten hat.

„Ohne die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins wäre die Diskussion nicht neu aufgeflammt. Wie Jahre zuvor beim Schlieperblock waren wir wohl damals im Rat die einzigen, die sich einen Erhalt der Immobilie gewünscht haben“, ergänzt Huff. An der Begehung haben dann auch viele Vertreter anderer Fraktionen teilgenommen und so war ein neuer Anlauf möglich.

Heute, fast exakt vier Jahre später, liegt endlich ein Entwurf des Altlastengutachtens vor. Der Gutachter favorisiert dabei einen Abriss. Das wäre sicherlich die einfachste Variante, aber das wäre sie auch beim Schlieperblock gewesen. Dieser ist jetzt durch Erhalt und Sanierung durch die IGW als Bauhaussiedlung Schlieper ein Aushängeschild für die Stadt Iserlohn ist.

„Das Christophery-Gebäude ist Teil der DNA unserer Stadt, unserer Industriekultur. Wir wollen, dass die IGW auf Basis des Konzeptes von 2016 das Hauptgebäude im Zusammenspiel mit Kissing & Möllmann entwickelt. Ein Abriss wäre eine städtebauliche Katastrophe für unsere Stadt“, so Huff abschließend.