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Mieterticket bei der IGW

Seit 2019 gibt es in unserem Nachbarkreis Unna ein Mieterticket. Jeder neue Mieter einer frei finanzierten Wohnung bekommt zum Einzug eine Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr in seiner Stadt. Das Ticket gilt für die Dauer des Mietverhältnisses. Wir finden das ist ein Modell für die zum größten Teil städtische IGW.

Sehr geehrter Herr Tillmann,

hiermit beantragen wir die Aufnahme des o.g. Punktes auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses.

Dazu bitten wir über folgenden Antrag abstimmen zu lassen:

  • Der Verkehrsausschuss befürwortet die Einführung eines Mietertickets bei der IGW und beauftragt die Vertreter der Stadt Iserlohn im Aufsichtsrat der IGW sich für die Einführung einzusetzen.
  • Die Verwaltung wird beauftragt, Gespräche mit IGW und MVG zu führen, mit dem Ziel ein solches Mieterticket einzuführen.
     

Begründung:

Seit 2019 gibt es bei der Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS) in Kooperation mit der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) das Mieterticket. Dieses entspricht einer regulären Monatskarte im öffentlichen Nahverkehr und wird neuen Mietern kostenlos bei Abschluss eines Mietvertrags für die Dauer des Mietverhältnisses zur Verfügung gestellt. Die Einführung eines ähnlichen Angebots durch die städtische Tochter IGW hätte viele positive Aspekte. Wer Menschen zum Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr bewegen will, braucht ein gutes und günstiges Angebot. Die Gebäude der IGW liegen zum großen Teil in Gebieten, die durch die Busse der MVG gut erschlossen sind. Ein Umstieg ist damit für die meisten neuen Mieterinnen und Mieter möglich. Bei Neubauvorhaben durch die IGW gibt es zudem die Möglichkeit, die Stellplatzfrage zukünftig anders zu betrachten, da jeder neue Mieter zugleich Inhaber einer Monatskarte für den ÖPNV ist. Die Vorteile für andere Bewohner der entsprechenden Quartiere sind perspektivisch weniger Verkehr und weniger Parkdruck. Mehr Menschen in den Bussen statt im motorisierten Individualverkehr ist im Hinblick auf die Ziele der Stadt Iserlohn den sogenannten Modal-Split zugunsten des Umweltverbundes zu verbessern natürlich ebenfalls sinnvoll. Für die IGW würde das Angebot zudem ein Alleinstellungsmerkmal am Iserlohner Wohnungsmarkt bedeuten. Auch vor dem Hintergrund, dass die Mietkosten in Iserlohn in den letzten zehn Jahren um bis zu 38% gestiegen sind ist ein solches Angebot für die Mieterinnen und Mieter eine gute Unterstützung.


Mit freundlichen Grüßen

                                         
Oliver Ruhnert                          Manuel Huff
Fraktionsvorsitzender               Fraktionsgeschäftsführer