Ein kämpferischer Gregor Gysi zeichnete vor 200 Zuhörern ein deutliches Bild der LINKEN als Motor für einen Politikwechsel.
Zum diesjährigen Neujahrsempfang hat die Partei DIE LINKE. Iserlohn in den Senator-Pütter-Saal auf der Alexanderhöhe geladen. Und viele Leute folgten der Einladung, so dass der Hauptredner des Abends, Dr. Gregor Gysi, vor einem breiten Publikum sprechen konnte.
Die Konzentrierung des Reichtums bei einigen Wenigen und die vermehrte Armut in der Gesellschaft war als zentrales Thema anzusehen.
So habe im Zehnjahresvergleich das Geldvermögen in Deutschland von 2000-2010 von 3,5 Billionen Euro auf 4,9 Billionen Euro zugenommen, gleichzeitig habe die Armut laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung um ein Drittel zugenommen. Mitllerweile gelten 14 % der Bevölkerung in Deutschland als arm, 11,5 Millionen Menschen sind also von Armut betroffen.
In seiner fast einstündigen Rede ging Gysi auf eine vielzahl von Gründen ein, die derartige Ungerechtigkeiten fördern. Prekäre Beschäftigung, Reallohnsenkungen in den letzten 10 Jahren, HartzIV, Rente mit 67 und die mangelnde Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung gelte es zu korrigieren.
Die soziale Schieflage habe die SPD direkt mitzuverantworten, da diese Dinge wie Hartz IV oder den Einstieg in die Kopfpauschale bei der gesetzlichen Krankenversicherung auf den Weg gebracht haben. Er forderte ein: "Wir müssen stärker werden, damit die SPD wieder sozialdemokratisch wird!"
DIE LINKE. müsse dabei als Motor für einen Politikwechsel bei Gesundheit, Beschäftigung, Steuern, Bildung und Verkehr agieren.