In dem gestrigen Pressegespräch setzte sich DIE LINKE. für eine langfristige und zukunftsfähige Schulentwicklungsplanung ein. Fraktionsgeschäftsführer Manuel Huff kritisierte, dass man derzeit keine langfristige Planung erkennen könne. Es werde immer nur das aktuelle Problem angegangen, wie bei der Gesamtschule am Nußberg oder auch der Hauptschule in Hennen. Ein zukunftsweisendes Konzept sei nicht erkennbar.
Dem schloss sich Karsten Renfordt an. Der Bürgervertreter im Schulausschuss erläuterte das schulpolitische Konzept der Linksfraktion, das auf einen Erhalt der Grundschulstandorte ("Kurze Beine, kurze Wege!") setzt, sowie im Sekundarbereich eine zukunftsfähige Strukturveränderung beinhaltet. So soll es in Zukunft eine zweite Gesamtschule im Iserlohner Norden (Umwandlung der HS Hennen) geben, anstatt die Gesamtschule am Nußberg mit ihren unzureichenden Räumlichkeiten an die 7-zügigkeit heranzuführen.
"Die Hauptschule ist nicht mehr zukunftsfähig, selbst die Bundes-CDU hat sich kürzlich dazu durchgerungen", so Renfordt weiter. Daher seien neue Konzepte nötig. Für Iserlohn sollen dazu die bestehenden Haupt- und Realschulen, bei Erhalt der Standorte, zusammengeführt und Gemeinschaftsschulen eingerichtet werden. Wichtig sei dabei, dass jede Gemeinschaftsschule, sei es durch Kooperation mit Gymnasien oder Schaffung eines Oberstufenzentrums, das Abitur ermöglichen soll.
"Es ist wichtig, Iserlohns Schullandschaft derart zu gestalten, dass jedes Kind den Abschluss seiner Wahl erreichen kann", fügt Fraktionsvorsitzender Oliver Ruhnert hinzu.
Das derzeitige dreigliedrige Schulsystem zeichne sich außerdem lediglich durch eine Durchlässigkeit nach unten aus. Den Sprung von unten nach oben (bspw. von Haupt- zu Realschule) schafften derzeit nur sehr wenige. 8 Aufsteigern stehen jedoch 103 Absteiger gegenüber. (2009)
Das schulpolitische Konzept der LINKEN finden sie hier: Schulentwicklungskonzept für Iserlohn