Kommentar von Ratsmitglied Manuel Huff zur Presseerklärung der CDU "Deutsch ist nun endlich übergeordnetes Integrationsziel":
In der heute erschienenen Presseerklärung von CDU Ratsmitglied Jakubanis ist zu lesen, dass Deutsch endlich übergeordnetes Integrationsziel sei. Weiter ist von einem Einlenken von SPD, GRÜNEN und LINKEN die Rede.
Blickt man zurück auf die März-Sitzung des Integrationsrats so stellt man fest, dass der damals strittige Punkt nicht die Wichtigkeit der deutschen Sprache war. Ratsmitglied Jakubanis scheint bis heute nicht erkannt zu haben, dass es in der strittigen Passage der Förderrichtlinien darum ging, dass Theateraufführungen nur dann gefördert werden sollten, wenn diese in deutscher Sprache stattfinden.
Die Linksfraktion, wie auch die Fraktionen der SPD und GRÜNEN, kritisierten dies. Für DIE LINKE. ist Integration keine Einbahnstraße. Dazu gehört auch die Bereitschaft der einheimischen Bevölkerung, sich mit anderen Kulturen und Sprachen auseinanderzusetzen. Wir sind der Auffassung, dass nur durch gegenseitiges Verstehen eine wirkliche Integration erreicht wird und daher vertreten wir auch die Auffassung, dass Aufführungen in anderen Sprachen ebenfalls einen Beitrag zur Integration leisten und förderfähig sein sollten. Dies ist mit den neuen Förderrichtlinien möglich!
Die Auffassung von CDU, FDP und FW im Rat, dass nur durch Veranstaltungen in deutscher Sprache ein Beitrag zur Integration geleistet werde, deutet darauf hin, dass dort scheinbar Integration mit Assimilation verwechselt wird - die Aufgabe der Kultur und Identität von Migranten.
Die Wichtigkeit, die deutsche Sprache zu beherrschen, wurde zu keinem Zeitpunkt von irgendjemandem bestritten! Daher wurde die geplante Präambel von vornherein von allen Fraktionen akzeptiert.
Anzumerken bleibt schlussendlich noch, dass der Vorschlag eine Präambel mit der Wichtigkeit der deutschen Sprache voranzustellen, wie im Protokoll zur Sitzung des Integrationsrats vom 23.03.2011 nachzulesen, im Zuge der Diskussion nicht nur von Ratsmitglied Jakubanis (CDU) sondern auch von Ratsmitglied Haberle (GRÜNE) geäußert wurde.
Dass diese Tatsachen in der CDU-Presseerklärung falsch dargestellt werden und von einem "Einlenken" gesprochen wird, ist aber sicherlich nur ein Versehen.