Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
im letzten Sozialausschuss berichtete die Verwaltung über drastische Kürzungen der Öffnungszeiten im Amt für Grundsicherung.
Dadurch sind die Bereiche Sozialhilfe, Sozialhilfe in Heimen und Einrichtungen, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sowie der Bereich Heranziehung Unterhaltspflichtiger zum Ersatz von Unterhaltsvorschuss- und Sozialhilfeleistungen davon betroffen.
Wir können es nicht zulassen, dass Betroffene überrascht und hilflos vor verschlossenen Amtsstuben stehen und unverrichteter Dinge gehen müssen. Viele Hilfesuchende haben nicht die Möglichkeiten sich vorher bezüglich geänderter Öffnungszeiten in Presse und Internet zu informieren. Und selbst hier stünde nichts!
Es geht auf keinen Fall, dass in Not geratene Bürgerinnen und Bürger unter den Einschränkungen von Öffnungszeiten leiden müssen. Notfalls müssen aus weniger sozial sensiblen Abteilungen der Verwaltung Leute abgezogen und im Amt für Grundsicherung eingesetzt werden.
Da es in den meisten Fällen um Personen geht, welche die Hilfe sofort benötigen, und auf das zum Leben absolut Notwendige angewiesen sind, ist eine zeitliche Verzögerung nach Meinung der Fraktion DIE LINKE. im Rat der Stadt Iserlohn schlichtweg unzumutbar. Wenige Betroffene können das Rathaus fußläufig erreichen, eine Fahrt mit dem ÖPNV, die dann häufig vor verschlossenen Türen enden kann, kostet einen für die betroffenen Personen nicht unerheblichen Geldbetrag.
Armut darf nicht aufgeschoben werden und bedarf sofortiger Hilfe! Wir bitten die Verwaltung zeitnah Abhilfe zu schaffen.
Mit freundlichen Grüßen,
Wolfgang Albrecht
Bürgervertreter im Sozialausschuss